Anomalien im Netzwerk früh erkennen – Unverzichtbar für IT-Sicherheit
Cyberangriffe werden immer raffinierter – und bleiben häufig lange unentdeckt. Datenverschlüsselung, Systemausfälle und Produktionsstillstände sind oft die Folge. Um solche Szenarien zu verhindern, braucht moderne IT-Security mehr als klassische Schutzmechanismen.
Ein zentraler Baustein ist heute die Anomalie-Früherkennung im Netzwerk.
Was versteht man unter Anomalieerkennung?
Anomalieerkennung bezeichnet das Identifizieren ungewöhnlicher Aktivitäten, die vom normalen Netzwerkverhalten abweichen und auf einen Angriff hindeuten können.
Typische Anomalien sind zum Beispiel:
- unbekannte Geräte im Netzwerk
- Zugriffe von ungewöhnlichen oder externen IP-Adressen
- Nutzung atypischer Protokolle
- plötzliche Spitzen im Datenverkehr
- Logins außerhalb üblicher Zeiten
Solche Auffälligkeiten sind häufig erste Hinweise auf Ransomware oder APT-Angriffe.
Warum Anomalien Angriffe früh sichtbar machen
Viele Cyberangriffe verlaufen nicht sofort destruktiv. Angreifer bewegen sich oft wochenlang unauffällig im Netzwerk, analysieren Strukturen und bereiten den eigentlichen Angriff vor.
Die Anomalieerkennung:
- erkennt Abweichungen vom Normalverhalten
- funktioniert auch bei unbekannten Angriffsmustern
- ermöglicht Reaktionen, bevor Schaden entsteht
Laut der Allianz für Cybersicherheit ist sie deshalb ein entscheidender Bestandteil moderner Angriffserkennung.
Netzwerkmonitoring als technische Grundlage
Grundlage jeder Anomalie-Früherkennung ist ein kontinuierliches Netzwerkmonitoring. Dabei werden unter anderem erfasst:
- Netzwerkverbindungen und Datenströme
- Protokolle und Systemaktivitäten
- Auslastung von Servern und Diensten
- lokale, drahtlose und Cloud-Netzwerke
Wichtig: Monitoring allein reicht nicht aus. Erst die Analyse und schnelle Bewertung von Warnmeldungen macht ein Frühwarnsystem wirksam.
Besonderes Risiko: ICS- und KRITIS-Netzwerke
Industrie- und Produktionsnetze (ICS) verfügen häufig über:
- proprietäre Protokolle
- kaum integrierte Sicherheitsmechanismen
- enge Kopplung an klassische IT-Netzwerke
Gerade in kritischen Infrastrukturen (KRITIS) sind Anomalien oft der einzige frühe Hinweis auf unbefugte Zugriffe. Viele Angriffe auf Steuerungssysteme erfolgen nicht direkt, sondern über das angebundene IT-Netz.
Welche Aktivitäten gelten als kritisch?
Moderne, teils KI-gestützte Systeme bewerten automatisch, ob Aktivitäten auffällig sind. Dazu zählen u. a.:
- ungewöhnliche Login-Muster
- seitliche Bewegungen im Netzwerk
- Port- und Netzwerkscans
- Abweichungen vom normalen Kommunikationsverhalten
Gerade bei gezielten Angriffen sind es diese kleinen Unregelmäßigkeiten, die entscheidend sind.
Warum Managed Services sinnvoll sind
Ein effektives IT-Security-Frühwarnsystem erfordert:
- kontinuierliche Überwachung
- schnelle Analyse
- sofortige Reaktion
Ein eigenes Security Operations Center (SOC) ist für viele Unternehmen jedoch kaum realisierbar.
Mit Managed Detection and Response (MDR) bietet Allgeier CyRis eine praktikable Alternative. Der Active Cyber Defense Service übernimmt:
- Netzwerkmonitoring und Anomalieerkennung
- Bewertung durch erfahrene Security-Experten
- Reaktion in Echtzeit bei verdächtigen Ereignissen
So lassen sich Angriffe stoppen, bevor Systeme verschlüsselt oder lahmgelegt werden.
Gesetzliche Vorgaben erhöhen den Druck
Mit dem IT-Sicherheitsgesetz 2.0 ist für KRITIS-Betreiber eine aktive Angriffserkennung verpflichtend. Gefordert werden unter anderem:
- kontinuierliche Datenerfassung
- automatisierte Auswertung
- Reaktionsfähigkeit in Echtzeit
Auch für andere Unternehmen sind diese Vorgaben ein klares Signal.
Fazit: Früh erkennen statt reagieren
Anomalie-Früherkennung schafft Transparenz dort, wo klassische Sicherheitslösungen an ihre Grenzen stoßen. Sie ist ein zentraler Baustein moderner IT-Sicherheitsstrategien – insbesondere gegen Ransomware und APTs.
Wie gut erkennt Ihre IT ungewöhnliche Aktivitäten?
Lassen Sie Ihre Sicherheitsstrategie prüfen – wir beraten Sie gerne.