Cyberangriff auf Ihr Unternehmen? So handeln Sie im Ernstfall richtig
Cyberangriff erkannt – und jetzt?
Ein erfolgreicher Cyberangriff ist für jedes Unternehmen ein Schockmoment. Doch Panik ist kein guter Berater. Statt hektischem Aktionismus braucht es klare, strukturierte Schritte. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie im Ernstfall handlungsfähig bleiben, Schäden begrenzen und Ihre Systeme gezielt wiederherstellen – mit Fokus auf praxisnahe Maßnahmen, strategische Notfallpläne und professionelle Unterstützung durch Allgeier CyRis.
Ransomware-Angriff? Zahlen ist keine Lösung
Angreifer setzen gezielt auf Erpressung: Nach der Verschlüsselung kritischer Daten fordern sie Lösegeld – in der Hoffnung auf schnelle Beute. Doch: Zahlen hilft selten. Eine Zahlung garantiert keine Datenfreigabe und macht Ihr Unternehmen zum lohnenden Ziel für Folgeangriffe.
Besser: Systeme isolieren, Ursachen analysieren, Infektionsketten unterbrechen – und Daten aus Backups wiederherstellen. Wichtig dabei: Backups müssen regelmäßig aktualisiert, getestet und in separaten Netzbereichen (z. B. VLANs) abgesichert sein.
Strategisch agieren statt planlos reagieren
Im Ernstfall zählt jede Minute. IT-Verantwortliche benötigen einen klar definierten Cyber-Notfallplan, der Zuständigkeiten, Entscheidungswege und Maßnahmen beschreibt – noch bevor es zum Angriff kommt.
Wichtige Punkte:
- Frühzeitiges Trennen kompromittierter Systeme vom Netzwerk
- Deaktivieren von Gäste-WLANs oder anderen Risikozugängen
- Vorab definierte Eskalationswege und Entscheidungsbefugnisse
- Stellvertreterregelungen, falls Schlüsselpersonen ausfallen
Ziel: Innerhalb kürzester Zeit Schutzmaßnahmen einleiten – ohne Rückfragen, ohne Verzögerung.
Ein häufig unterschätztes Risiko: Schadcode bleibt unentdeckt – oft über Monate. Besonders gefährlich sind unauffällige Prozesse, die in Hintergrundsystemen aktiv bleiben und sich seitlich durchs Netzwerk bewegen.
Die Lösung: Frühzeitige Erkennung durch Managed Detection & Response.
Empfehlung: Active Cyber Defense Service von Allgeier CyRis
Mit dem Active Cyber Defense Service (ACD) erkennen Sie Angriffe auf Netzwerkebene frühzeitig. Das CyRis-Team analysiert Ihre Infrastruktur rund um die Uhr auf Anomalien und unterstützt Sie bei der Incident Response.
Ihre Vorteile:
- 24/7-Threat Hunting durch erfahrene Analysten
- Identifikation versteckter Angriffsaktivitäten (z. B. Beaconing, C2-Kommunikation)
- Sofortige Handlungsempfehlungen im Krisenfall
- Schnelleres Schließen der kritischen „Detection Gap“
Zugangsdaten schnell sichern
Nach einem Cyberangriff müssen alle kompromittierten Zugangsdaten umgehend geändert werden. Eine organisierte Passwortänderung muss im Notfallplan geregelt sein:
- Wer ist zuständig für Kennwortänderungen in der IT?
- Wie erhalten Mitarbeitende neue, sichere Zugangsdaten?
- Wie wird der Versand abgesichert, wenn Kommunikationssysteme betroffen sind?
Ein strukturierter Prozess hilft, sekundäre Schäden durch gestohlene Credentials zu verhindern.
Vorsorge statt Nachsorge – Incident Response Readiness
- Vorbereitung ist der beste Schutz. Ein ausgearbeiteter Incident-Response-Plan, realistische Planspiele und Schulungen für Mitarbeitende erhöhen Ihre Resilienz erheblich.
- Professionelle IRR-Workshops, etwa durch Allgeier CyRis, helfen dabei, Abläufe zu definieren und spezifisch auf Ihr Unternehmen abzustimmen – von der technischen Reaktion bis zur Krisenkommunikation. Auch geschäftskritische Szenarien wie Zahlungsstopp zum Monatsende sollten berücksichtigt werden.
Fallbeispiel: Zahlungsunfähigkeit vermieden durch Notfallplan
Ein produzierendes KMU konnte nach einem Ransomware-Angriff durch seinen vorbereiteten Notfallplan kritische Prozesse aufrechterhalten. Die Systeme zur Lohnbuchhaltung wurden isoliert, alternative Überweisungswege aktiviert und Lieferanten informiert. Das Unternehmen war innerhalb von 48 Stunden wieder handlungsfähig – und zahlte kein Lösegeld.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So reagieren Sie im Ernstfall
Vorbereitung
- Notfallplan entwickeln und regelmäßig testen
- Verantwortlichkeiten, Prozesse und Stellvertretung festlegen
- Backups regelmäßig sichern, offline lagern und testen
Reaktion
- Infizierte Systeme sofort vom Netz trennen
- Incident-Response-Team informieren
- Zugangsdaten ändern, Gäste-WLANs deaktivieren
- Betroffene Systeme neu aufsetzen und Daten aus Backups wiederherstellen
Frühzeitige Erkennung
- Netzwerk kontinuierlich überwachen (z. B. mit ACD)
- Anomalien analysieren und dokumentieren
- IT-Sicherheitsteam mit Expertise stärken
Fazit: IT-Sicherheit ist keine Reaktion – sondern Vorbereitung
Cyberangriffe sind keine Frage des Ob, sondern des Wann. Wer vorbereitet ist, kann schnell und kontrolliert reagieren – und langfristige Schäden vermeiden. Mit einem taktisch durchdachten Incident-Response-Plan, geschultem Personal und einem Frühwarnsystem wie dem Active Cyber Defense Service schaffen Sie die Basis für echte Cyber-Resilienz.
Sie möchten Ihre Incident-Response-Strategie überprüfen oder neu aufstellen?