Lateral Movement: So stoppen Sie getarnte Angreifer im Netzwerk rechtzeitig
Cyberkriminelle agieren längst nicht mehr mit brachialer Gewalt, sondern mit Taktik…
…,Geduld und Tarnung. Eine der gefährlichsten Methoden dabei ist das sogenannte Lateral Movement – also die unbemerkte Bewegung innerhalb eines Netzwerks nach dem ersten Zugriff.
In diesem Beitrag erfahren IT-Verantwortliche, wie Lateral Movement funktioniert, bei welchen Angriffstypen es eingesetzt wird – und wie sich Unternehmen effektiv dagegen schützen können.
Was ist Lateral Movement?
Unter Lateral Movement versteht man die seitliche Ausbreitung eines Angreifers innerhalb eines Netzwerks, nachdem ein erstes System kompromittiert wurde. Dabei geht es nicht mehr nur um den Zugang – sondern darum, sich dauerhaft festzusetzen, Rechte auszuweiten und auf weitere Systeme zuzugreifen, bis das eigentliche Ziel erreicht ist: sensible Daten, Kontrolle über zentrale Systeme oder Erpressung durch Ransomware.
Der Ablauf ist meist ähnlich:
Ein infiziertes System stellt eine Verbindung zu einem Command & Control Server her. Von dort aus versenden die Angreifer Befehle, sammeln Zugangsdaten, eskalieren Berechtigungen und bewegen sich über verschiedene Systeme hinweg – oft über Wochen hinweg unentdeckt.
Angriffsformen mit Lateral Movement
Ransomware:
Angreifer verschlüsseln gezielt Systeme, um maximale Wirkung zu erzielen – etwa durch Lahmlegen von Produktions- oder ERP-Systemen.
Datenexfiltration:
Unternehmensdaten werden gesammelt und in mehreren Schritten aus dem Netzwerk geschleust – etwa zur Erpressung, zum Weiterverkauf oder für Industriespionage.
Cyber-Spionage:
Akteure beobachten über längere Zeit das Netzwerk, greifen E-Mails, Dokumente oder vertrauliche Strategien ab – meist unentdeckt.
Botnetz-Integration:
Je tiefer ein Angreifer in ein Netzwerk eindringt, desto mehr Systeme lassen sich in ein Botnetz einbinden – etwa für DDoS-Angriffe oder den Versand von Spam.
Wie sich Angreifer tarnen
Getarnte Angreifer setzen auf:
- Anpassung an legitimen Datenverkehr
- Nutzung kompromittierter Benutzerkonten
- Verwendung von legitimen Tools wie PsExec oder WMI
- Einrichtung persistenter Backdoors
Sie stellen ihre Aktivitäten ein, wenn sie bemerken, dass sie entdeckt wurden – nur um später erneut zuzuschlagen. Genau deshalb ist eine kontinuierliche Netzwerküberwachung essenziell.
So verhindern Sie Lateral Movement in Ihrem Unternehmen
Patch-Management:
Schließen Sie bekannte Schwachstellen konsequent und automatisiert – insbesondere bei Betriebssystemen und Drittsoftware.
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA):
Erschweren Sie das Ausnutzen gestohlener Zugangsdaten durch zusätzliche Schutzschritte bei der Anmeldung.
Netzwerksegmentierung:
Teilen Sie Ihr Netzwerk in voneinander abgeschottete Zonen – je nach Systemkritikalität. So lässt sich die seitliche Bewegung deutlich erschweren.
PowerShell- und Skript-Kontrolle:
Begrenzen Sie die Ausführung von PowerShell-Skripten und Logging-Mechanismen zur besseren Nachverfolgbarkeit.
Awareness-Trainings:
Schulen Sie Mitarbeitende, damit Angriffe durch Phishing oder Social Engineering gar nicht erst erfolgreich sind.
Praxisbeispiel: Angriff frühzeitig gestoppt
Ein Industriebetrieb mit mehreren Standorten entdeckte über das Active Cyber Defense Monitoring von Allgeier CyRis ungewöhnliche PowerShell-Befehle auf einem angeblich inaktiven System. Die Analyse zeigte: Ein Angreifer versuchte lateral ins ERP-System vorzudringen. Dank der sofortigen Alarmierung konnten alle betroffenen Segmente isoliert und der Schaden abgewendet werden – noch bevor der Zugriff auf Produktionsdaten gelang.
Unsere Empfehlung: Active Cyber Defense erkennt Lateral Movement frühzeitig
Eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Lateral Movement ist die kontinuierliche Netzwerküberwachung mit Fokus auf Angriffserkennung. Genau hier unterstützt Sie der Active Cyber Defense Service (ACD) von Allgeier CyRis.
ACD erkennt verdächtige Aktivitäten, bevor sich Angreifer im Netzwerk ausbreiten können. Das externe Analystenteam wertet Auffälligkeiten direkt aus und gibt konkrete Handlungsempfehlungen – ideal für Unternehmen ohne eigenes Security Operations Center (SOC).
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- 24/7-Überwachung des Netzwerk-Traffics
- Früherkennung von Lateral Movement und C2-Kommunikation
- Analyse und Alarmierung durch erfahrene Cyber-Analysten
- Keine Installation notwendig – ACD ist agentenlos und schnell einsetzbar
- DSGVO-konform, BSI-geeignet und auch für mittelständische Unternehmen skalierbar
Kompakte Schritt-für-Schritt-Anleitung: Schutz vor Lateral Movement
- Systeme regelmäßig patchen und verwalten
- MFA verpflichtend einführen
- Netzwerk in Sicherheitszonen unterteilen
- PowerShell und Admin-Tools einschränken
- Monitoring aktivieren und aktiv auswerten
- Reaktion auf Anomalien standardisieren (Incident Response Plan)
- Externe MDR-Lösung implementieren (z. B. ACD von Allgeier CyRis)
Fazit: Früherkennung ist der Schlüssel
Lateral Movement ist schwer zu erkennen – aber nicht unsichtbar. Wer gezielt auf Anomalien achtet, privilegierte Konten überwacht und Netzwerke segmentiert, macht es Angreifern deutlich schwerer.
Am effektivsten ist es, wenn Angriffe bereits unmittelbar nach der ersten Infiltration erkannt und gestoppt werden. Mit Active Cyber Defense erhalten Unternehmen die nötige Reaktionsgeschwindigkeit – bevor aus einem Einbruch ein IT-Desaster wird.
Vereinbaren Sie jetzt eine kostenlose Erstberatung und erfahren Sie, wie ACD Ihr Netzwerk in Echtzeit schützt.