Vorsicht, Passwort-Diebstahl! Wie Hacker Zugang zu Ihren Daten erhalten
Ob E-Mail, Cloud-Service oder Online-Banking: Der Zugriff auf…
Ob E-Mail, Cloud-Service oder Online-Banking: Der Zugriff auf sensible Informationen wird meist durch Passwörter geschützt. Doch viele Nutzer unterschätzen die Risiken eines schwachen Passworts – und Cyberkriminelle wissen das gezielt auszunutzen.
Ein kompromittiertes Passwort kann gravierende Folgen haben: gestohlene Daten, finanzielle Verluste oder die vollständige Übernahme eines Accounts. Laut BSI gehören einfache Zahlenfolgen wie „123456“ oder persönliche Begriffe wie Namen und Geburtsdaten immer noch zu den meistgenutzten Passwörtern – ein leichtes Spiel für Angreifer.
So stehlen Hacker Ihr Passwort – typische Angriffswege im Überblick
- Erraten von Passwörtern: Viele User wählen Passwörter mit persönlichen Bezügen, z. B. den Namen des Haustiers oder das eigene Geburtsdatum. Diese lassen sich durch einfache Recherche oder Versuch-und-Irrtum-Methoden leicht knacken.
- Diebstahl durch unsichere Speicherung: Wer Passwörter unverschlüsselt in Excel-Dateien oder Notizbüchern ablegt, öffnet Angreifern Tür und Tor. Insbesondere bei gemeinsam genutzten oder ungeschützten Endgeräten ist dies ein massives Risiko.
- Wörterbuch-Angriffe: Bei dieser Methode durchsuchen Angreifer automatisiert eine Liste häufig verwendeter Begriffe. Gerade schwache oder häufig genutzte Passwörter lassen sich so binnen Sekunden ermitteln.
- Brute-Force-Angriffe: Hierbei werden Millionen möglicher Zeichenkombinationen durchprobiert, bis das richtige Passwort gefunden ist. Moderne Systeme schaffen dies in Sekunden – je kürzer und simpler das Passwort, desto schneller der Erfolg.
- Sniffing und Keylogger: Angreifer schleusen Tools ein, die Tastatureingaben aufzeichnen oder Datenströme im Netzwerk mitlesen. So gelangen sie direkt an eingegebene Zugangsdaten.
- Social Engineering: Oft reicht ein Anruf oder eine gefälschte E-Mail („Ihr Konto wurde gesperrt…“), um einen Mitarbeitenden zur Preisgabe des Passworts zu verleiten – besonders bei Zeitdruck und vermeintlicher Dringlichkeit.
Viele dieser Methoden werden in Kombination eingesetzt – für maximalen Erfolg.
Starke Passwörter im Unternehmen: Maßnahmen für mehr Sicherheit
Passwort-Richtlinien etablieren
Unternehmen sollten verbindliche Regeln für die Vergabe und Verwaltung von Passwörtern einführen – am besten integriert in die bestehenden IT-Sicherheitsrichtlinien. Wichtig ist dabei:
- Schwache Passwörter werden automatisch blockiert
- Passwortwiederverwendung wird unterbunden
- Passwörter verfallen nach einem festen Zeitraum (z.B. 90 Tage)
- Speichern oder Versenden von Passwörtern im Klartext ist untersagt
Sichere Passwortverwaltung ermöglichen
Technische und organisatorische Maßnahmen helfen, Passwortsicherheit durchzusetzen:
- Accounts nach mehreren Fehlversuchen automatisch sperren
- Audits zur Passwortqualität durchführen
- Mitarbeitende regelmäßig sensibilisieren (z. B. durch Schulungen oder Awareness-Kampagnen)
- Verantwortlichkeiten definieren (z. B. einen Datenschutz- oder Security-Beauftragten benennen)

Unsere Empfehlung: Passwortsicherheit mit EMILY von Allgeier CyRis
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Ihre Vorteile:
- Automatische Generierung sicherer Passwörter
- Einhaltung unternehmensweiter Passwortregeln
- Zentralisierte Verwaltung mit rollenbasierten Zugriffsrechten
- Schutz vor unbefugtem Zugriff und Passwort-Wildwuchs
- Zeitersparnis für IT-Abteilungen und Mitarbeitende
Damit erfüllen Sie auch Anforderungen aus dem BSI-Grundschutz (z. B. Maßnahme 4.1 zum Passwortschutz) – ohne Mehraufwand im Alltag.
Checkliste: So gestalten Sie starke Passwörter
- Nutzen Sie keine persönlichen Daten wie Namen, Geburtsdaten oder Wohnorte
- Verwenden Sie mindestens 12 Zeichen mit Zahlen, Groß-/Kleinbuchstaben und Sonderzeichen
- Bilden Sie sichere Passwörter durch Eselsbrücken (zB. „Heute ist mein 1. Arbeitstag!“ = Hism1.A!)
- Verwenden Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort – keine Wiederverwendung!
- Aktivieren Sie, womöglich, Zwei-Faktor-Authentifizierung (z. B. per App oder Token)
- Ändern Sie Passwörter regelmäßig – z. B. alle 90 Tage
- Verwenden Sie Passwortmanager, um Passwörter sicher zu speichern und zu verwalten
Fazit: Passwortschutz ist Chefsache
Passwörter sind nach wie vor eines der wichtigsten Sicherheitsmerkmale – und zugleich eine der größten Schwachstellen. IT-Verantwortliche sollten deshalb nicht nur auf Schulungen und Richtlinien setzen, sondern technische Lösungen nutzen, die Mitarbeitenden den Alltag erleichtern und gleichzeitig für maximale Sicherheit sorgen.
Mit Tools wie EMILY und einer durchdachten Passwortstrategie schützen Sie Ihr Unternehmen vor Passwortdiebstahl – effektiv, nachhaltig und benutzerfreundlich.
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