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Industrie 4.0
mit Sicherheit

IoT-Security & OT-Security

Industrielle Produktion ist hierzulande „zu Hause“. Hinter China, den USA und Japan ist Deutschland der viertgrößte Produzent von Industriegütern, so die Untersuchung „Industrieland Deutschland“ des VCI (Verband der Chemischen Industrie).

Doch die industrielle Produktion durchläuft einen Wandel: Industrie 4.0 lautet das Stichwort. Ziel ist es, Maschinen, Roboter und Fließbänder miteinander zu vernetzen, um so einen Datenaustausch möglich zu machen und effektiver, leistungsfähiger sowie kostensparender zu arbeiten. Doch das bringt Risiken mit sich: Denn je ausgeprägter die digitale Vernetzung, desto größer die Gefahren durch Cyberangriffe.

Neue technische Möglichkeiten durch Industrie 4.0

Die Chancen von Industrie 4.0 wollen immer mehr Unternehmen nutzen: So ergab eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom), dass rund drei Viertel (73%) der Industrieunternehmen im Zuge der Einführung von Industrie 4.0 einen Wandel ihrer Geschäftsmodelle vollziehen: innovative Produkte und Dienstleistungen werden offeriert, bestehende Angebote aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten verändert oder komplett aus dem Sortiment genommen.

Doch bei der Nutzung von Industrie 4.0 gilt: Mit zunehmender Vernetzung steigt auch die Angreifbarkeit der IT-Infrastrukturen. Wachsende Netzwerke erhöhen die Komplexität und schaffen neue Einfallstore für Hackerangriffe. Insbesondere bei einer Software-Inbetriebnahme innerhalb des Produktionsnetzes bleiben die entstehenden Risiken damit nicht auf einzelne Geräte beschränkt, sondern können sich auch in andere Produktionsstandorte des Unternehmens erstrecken.

Dabei fällt auch der Punkt der unterschiedlichen Lebensdauer von IT- und OT-Systemen ins Gewicht. PCs oder Laptops werden in Unternehmen durchschnittlich alle drei Jahre erneuert. Produktionsanlagen hingegen sind auf Jahrzehnte angelegt. Diese Systeme werden nach dem Erwerb oftmals nicht mehr von ihren Herstellern mit Patches versorgt, die die Daten-, Netzwerk- und Anwendungssicherheit gewährleisten würden, was die Angriffsfläche deutlich erhöht.

Gefahrenquellen bei der Nutzung von Industrie 4.0

 
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Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) existieren eine ganze Reihe konkreter Gefahren bei der Nutzung von Industrie 4.0:

  • Einschleusen von Malware über Internet/Intranet
  • Kompromittierung von Extranet- und Cloud-Komponenten
  • Social Engineering und Phishing
  • Einbruch über Fernwartungszugänge
  • Kompromittierung von Smartphones im Produktionsumfeld

Ganzheitliche IT-Sicherheitsvorkehrungen von Nöten

Die Auflistung zeigt: die Bandbreite an Cyberrisiken, die die IT-Infrastruktur von Industrie 4.0-Unternehmen bedrohen, ist groß. War eine Cyberattacke erfolgreich, so entstehen für Unternehmen oftmals hohe direkte und indirekte Kosten. Hierzu zählen Lösegeldzahlungen, wenn es Hackern gelingt, mittels Ransomware relevante Daten zu verschlüsseln, wie auch Produktionsausfälle, Bußgelder bei Datenschutzverstößen oder auch Reputationsverlust.

Damit wird deutlich, dass IT-Sicherheit keineswegs allein Aufgabe der IT-Abteilung ist. Aufgrund der hohen Relevanz muss sie zentral vom Vorstand/Geschäftsführung gesteuert werden. Industrie-4.0-Unternehmen müssen ihre IT-Sicherheitsvorkehrungen mit ganzheitlichen Lösungen ausbauen.

IT-Security in Industrie & Produktion erfolgreich umsetzen

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